Wenn der Herbst naht

Wenn der Herbst naht

Wenn der Herbst naht, heißt es für alle Orchideen, die den Sommer im Freien auf Balkon, Terrasse oder im Garten verbracht haben: Zurück auf die Fensterbank! Die Bedingungen im Haus sind für die Orchideen nicht gerade ideal: zu wenig Licht, zu trockene Luft. Hier lesen Sie ein paar Tipps, wie die Orchideen die dunkle Jahreszeit auf der Fensterbank besser überstehen:

  • Zu wenig Licht
    Stellen Sie Ihre Orchideen am besten an ein Südfenster, denn jetzt gilt es jeden Lichtstrahl auszunutzen. Vorhang, Jalousie oder Rollo sollten maximal um die Mittagszeit die Sonneneinstrahlung abmildern. Wo solche Bedingungen nicht gegeben sind oder wegen Platzmangels ein dunklerer Platz gewählt werden muss, kann eine Zusatzbeleuchtung mit speziellen Pflanzenleuchten abhelfen.
    Tipp: Wenn die Blätter der Orchideen eine rötliche Färbung annehmen, werden die Orchideen von zu viel Licht bestrahlt.
  • Trockene Luft durch Heizkörper
    Die Zentralheizung scheint in der dunklen Jahreszeit das größte Problem für die Orchideen zu sein. Die Luft ist sehr trocken und bringt damit ideale Voraussetzungen für einen Befall durch Spinnmilben. Abhilfe schaffen hier große Untersetzer für Blumentöpfe oder auch für Balkonkästen (ideal für Fensterbretter wegen der länglichen Form), welche mit einem Tongranulat (Seramis oder Ähnliches) gefüllt werden. Auf dieses Granulat setzen Sie die Orchideentöpfe. Das Granulat halten Sie ständig feucht. Die Töpfe sollten jedoch nie im Wasser stehen.
    Tipp: Alternativ können Sie Ihre Orchideen auch mit einem ganz normalen Pflanzensprüher besprühen. Achten Sie darauf, dass insbesondere die Blattachseln und Blüten schnell wieder trocken werden (sonst Fäulnisgefahr)

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  • Zugluft und kalte Füße
    So wichtig das Lichtangebot auf dem Fensterbrett für die Orchideen ist, so gefährlich ist für die Pflanzen die kalte Luft beim Lüften oder die eiskalte Fensterbank. Stellen Sie Ihre Orchideen beim Lüften an einen vor Zugluft geschützen Platz. Ist das Fensterbrett selbst zu kalt, können Sie eine Isolierschicht auflegen. Das kann beispielsweise ein Stück Styropor oder eine Pappkiste sein, die zwischen Fensterbrett und Orchideentopf als Isolierung Abhilfe schafft.
  • Staubige Blätter
    Staub auf den Blättern ist im Winter besonders hinderlich. Der Lichtmangel wird verstärkt - der Stoffwechsel der Orchideen wird beeinträchtigt, und schön anzusehen ist es natürlich auch nicht. Sie können die Orchideen mit lauwarmem Wasser abspülen. Danach schütteln Sie das Wasser vorsichtig ab, so dass in den Blattachseln keine Feuchtigkeit zurückbleibt.
    Tipp: Für schönen Blattglanz (zum Beispiel bei den großblättrigen Phalaenopsis) sorgt ein Abwaschen mit abgestandenem Bier oder Milch, welche mit Wasser verdünnt wird.
  • Schädlingsinvasion
    Gelegentlich werden Läuse und andere Schädlinge nach der Sommerfrische an den Orchideen oder in den Töpfen mit ins Zimmer "geschleppt". Schauen Sie sich die Orchideen und die Töpfe genau an, wenn Sie die Pflanzen von draußen hereinnehmen. Gegebenenfalls ist eine Schädlingsbekämpfung angesagt. Bei Blattläusen, Schildläusen und Wollläusen hilft das gute, alte Schmierseifenwasser. Bei Schild- und Wollläusen geben Sie dem Schmierseifenwasser noch etwas Speiseöl dazu.
    Tipp: Befinden sich unter den Orchideentöpfen viele Substratkörnchen, sollten Sie die Orchideen in frisches Substrat umtopfen. So eliminieren Sie Schädlinge, die sich möglicherweise im Substrat festgesetzt haben.

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