Benennung von Hybriden

Benennung von Hybriden

Die mittlerweile weit über 100 000 erfassten Kreuzungen führten zu einer Vielzahl von Hybriden und Hybridnamen. Die Namensgebung unterliegt einigen Regel.

Interspezifische Hybriden:

Es wird die Art genannt , z.B. Phalaenopsis . Daran schließt sich der Name für die erste blühfähige Kreuzung an, quasi der Familienname der Hybride- z.B. Sylvania Fair. Dieser Name wird vom Züchter vergeben. Abkömmlinge dieser Primärhybride, die sich durch bestimmte Eigenschaften (wie das Aussehen) besonders hervortun, bekommen noch eine Zusatzbezeichnung, den "Vornamen" – in unserem Fall 'Sacha'. Der komplette Name dieser einen bestimmten Hybridpflanze lautet also Phalaenopsis Sylvania Fair 'Sacha'.

Intergenerische Hybriden:

Für Hybriden mit zwei oder mehr Gattungen im Stammbaum gibt es weitere Namensregeln. So setzt sich der Name für die Kreuzung aus den Elterngattungen zusammen. Bekanntes Beispiel ist die Kreuzung von Brassavola x Laelia x Cattleya - diese wird Brassiolaeliocattleya genannt. Zu dieser Gruppe gehören übrigens die meisten der im Handel erhältlichen, als Cattleya ausgewiesenen Orchideen.
Bei mehr als 3 beteiligten Gattungen wird der kombinierte Name meist unaussprechlich. Deshalb werden solche Hybriden nach dem Züchter benannt, der sie das erste Mal schuf. Als Endung bekommen sie ein –ara. Beispiele hierfür sind Wilsonara (aus Cochlioda, Odontoglossum, Oncidium) oder Hawkinsara (aus Broughtonia, Cattleya, Laelia, Sophronitis).

Kreuzungen, die sich nicht in Sander`s List finden, also nicht registriert sind, werden mit n.r. abgekürzt, die beteiligten Elternpflanzen werden in Klammern aufgeführt. Beispiel: Vanda n.r. (Sonnenschein x Dämmerlicht). Die korrekte Schreibweise nennt zuerst die "Mutterpflanze" (die den Pollen empfangen hat = Sonnenschein), dann die "Vaterpflanze" (die den Pollen gegeben hat = Dämmerlicht).

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